Die User sind immer weniger nur Medienrezipienten, sondern auch Akteure und Produzenten — sie arbeiten als Medienamateure. (…) Das Agieren von Medienamateuren und ihre Produkte in Online-Tagebüchern, Fotoalben, Vlogs, Mblogs soll auf die verschiedenen Formen von Wissensproduktion und politischer Diskurspraxis hin befragt werden. (…) Interessierte ForscherInnen sind eingeladen, bis zum 30.4.2007 eine kurze Skizze ihres Vorhabens zu schicken

Abgesehen davon, dass wir es bei den aktuellen Entwicklungen im “neuen Internet” (O-Ton Tagungsinfo) nicht nur mit Medien-Amateuren zu tun haben und abgesehen davon, dass längst unterschiedliche Prozesse eingesetzt haben mit denen sich bisherige “Amateure” kommerzialisieren und den Versuch unternehmen, ihre Vorhaben zu professionalisieren, könnte dies dennoch eine interessante Tagung werden. Die vorgeschlagenen Themenfelder lesen sich nämlich dann doch wieder interessanter:

Technologien des Selbst: Mediale Selbstdarstellungsstrategien und die Bedeutung für die Medienkultur/en zwischen Popkultur und kommerzieller Kultur um 1900 und 2000; Öffentlich/Privat: Grenzverschiebungen durch Medienamateure; Kommerzialisierung: Beziehungen zwischen Markt und Amateuren; Jugendkultur: Imagebildung, Musikszene, Habitus; Lifestyle und Schönheit: Rolle/n der weiblichen Medienamateure; Politiken: Partizipation der Medienamateure an der Politik der Bilder

–> Tagungsinfo auf EVIFA (findet statt vom 26. - 27.10.2007)

They’re bad and stupid

14. Januar 2007

Schon vor einiger Zeit bei Riemer entdeckt, aber es passt auch hier wunderbar, um nach Wochen der Stille auf mediascapes den Faden wieder aufzunehmen: Wie sehr ist unser Bild über Fremde durch die visuellen Medien geprägt? Eine Idee davon, oder zumindest einen Gedankenanstoß, liefert z.B. dieser Zusammenschnitt:

A trailer-esque montage spectacle of Hollywood’s relentless vilification and dehumanization of Arabs and Muslims. Inspired by the book “Reel Bad Arabs” by Dr. Jack Shaheen.
Out of 1000 films that have Arab & Muslim characters (from the year 1896 to 2000)
12 were postive depictions, 52 were even handed and the rest of the 900 and so were negative.

Erneut darüber gestolpert heute auf Ethno::Log.